Foto: Helmut Gross

Kreiskantorat: Konzerte und musikalische Gottesdienste

Nachricht 24. Juli 2021

Sonntag, 25. Juli, 18 Uhr
Geigenvirtuose Vasiliy Rusnak spielt Beethoven (1. Sonate) und Schumann
Violoncello: Felicitas Froebe
Klavier: Eva Schad
Superintendentin Susanne Wendorf-von Blumröder liest aus den Briefen von Beethoven
Eintritt frei!

Samstag, 4. September, ab 17 Uhr
DIE „LANGE NACHT DER KULTUR“ IN DER CHRISTUSKIRCHE
17.00 Uhr: Chorkonzert mit den Jugendchören der Christuskirche
In der Pause wird zum Glas Sekt geladen.
18.30 Uhr: Wie klingen Tiere auf der Orgel?
mit Illustrationen der Tiere von Kindern der Kinderkirche auf einer Leinwand
zum „Jahr der Orgel“: ein Vergnügen für jung und alt, gespielt von Eva Schad
Vokalquartette des Bremerhavener Kammerchores rahmen die Orgelmusik. In der Pause wird zum Glas Sekt geladen.
19.30 Uhr: Kammermusik mit dem Ensemble „Tempesta Reale“
Barockvioline & Viola d´amore: Cichele Cherchi
Barockcello: Anne Reisener - Cembalo: Julius Lorscheider

Sonntag, 12. September, 19 Uhr
HERBSTLICHE ORGELMUSIKEN
I. Konzert: Virtuose Musik für Blockflöte, Laute, Cello und Orgel
Werke von J.S. Bach, A. Corelli, Kapsberger u.a.
Orgel und Blocklöte: Eva Schad
Violoncello: Felicitas Froebe
Laute: Folker Froebe
Eintritt frei!

Sonntag, 26. September, 17 Uhr
voraussichtlich open air, Wilhelm-Kaiser-Platz
SZENISCHE BAROCKOPER
Henry Purcell: „Dido and Aeneas“
Dido: Sibylle Fischer
Belinda: Tanya Aspelmeier
Geist und Zauberer: Kaspar Kröner
Aeneas: Knut Schoch
Sopran: Anna Terterjan
Main-Barockorchester Frankfurt
Bremerhavener Kammerchor
Regie: Annechien Koerselman
Musikalische Leitung: Eva Schad

Die Eintrittspreise werden noch bekannt gegeben.

„Dido und Aeneas“: Schauplatz von Purcells Oper ist Karthago. Der Trojanische Krieg ist vorüber. Aeneas, als Trojaner im Exil, sucht Schutz in der von Königin Dido gegründeten Stadt. Die beiden treffen aufeinander und verlieben sich für die Dauer einer Jagdpartie unsterblich ineinander. Doch Purcell lässt - von Shakespeare inspiriert - eine Zauberin und zwei Hexen dieses Glück zerstören: Für die Dauer eines Rezitativs streiten sich Aeneas und Dido bis aufs Blut. Also bricht Aeneas mit seinen Anhängern nach Italien auf, um dort seine Aufgabe zu vollbringen und ein neues Weltreich zu gründen. Zutiefst getroffen und verletzt wählt Dido den ihr als einzig wahr erscheinenden Ausweg: den Freitod.

Aufbauend auf dieser an Vergils Epos „Aeneis“ angelehnten Handlung komponierte Henry Purcell eine der ersten englischen Opern und ein wahres Schmuckstück des Genres.

Die erste belegbare Aufführung fand 1688 in einem Mädchenpensionat in Chelsea statt, aber es gilt als unwahrscheinlich, dass Purcell ein Werk dieser Bedeutung speziell für solch einen Anlass geschrieben hat. Während die Urfassung des Librettos von Nahum Tate erhalten ist, ist die Musik Purcells nur durch spätere Abschriften überliefert.

Die gesamte Oper dauert in der heute überlieferten, unvollständigen Form nur etwa eine Stunde. Sie gehört zu den wichtigsten musikdramatischen Werken des Barock und wird von manchen als Purcells einzige richtige Oper angesehen. Das bekannteste Stück ist wahrscheinlich Didos Klage „When I am laid in earth“, eine Arie über einem Lamento-Basso ostinato.


Samstag, 9. Oktober, 10 bis 12 Uhr
TAG DER OFFENEN ORGELBANK
Seminar für angehende Organisten mit Kreiskantorin Eva Schad:
Wer möchte die „Königin der Instrumente“ einmal selbst ausprobieren?
Jeder, der Klavier spielen kann, ist eingeladen, die Orgel kennenzulernen.
Alle Stücke (ob groß oder klein) dürfen zum Vorspielen mitgebracht werden.
Das Seminar ist kostenlos!
Anmeldung: Eva Schad, kreiskantorin[at]gmx.de, Tel.: 0471-200290

Sonntag, 10. Oktober, 10.30 bis 20 Uhr
Orgelexkursion per Bus
neu mit dabei der „Orgelkoffer“ mit vielen Informationen und Pfeifen zum selbst probieren
10.30 Uhr:  ab Parkplatz Frühlingsstr. hinter dem Hauptbahnhof Bremerhaven
11.00 Uhr:  Orgelvorführung in Holßel (Lohmann/Wallis, 1755)
12.15 Uhr:  Mittagessen
14.00 Uhr:  Orgelvorführung in Neuenwalde (Röver-Orgel, 1887)
15.15 Uhr:  Orgelvorführung in Lüdingworth (Wilde/Schnitger-Orgel, 1598, 1682)
16.30 Uhr:  Orgelvorführung in Altenbruch (Klapmeyer, 1727/30)
17.30 Uhr:  Kaffeetrinken in Altenbruch
18.15 Uhr:  Abfahrt nach Bremerhaven
19.00 Uhr:  Konzert in der Christuskirche Bremerhaven: (s.u.)
Anmeldung bis zum 6. Oktober bei:
Kreiskantorin Eva Schad, Wilhelm-Brandes-Straße 2, 27570 Bremerhaven
Tel: 0471-200290, E-Mail: kreiskantorin[at]gmx.de
(bitte unbedingt bis zum 24.9. mitteilen, wer nicht am Essen teilnehmen möchte oder vegetarisch essen möchte)
Teilnahmegebühr (im Bus zu bezahlen): € 30,–
Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Orgelvorstellungen, das Konzert in der Christuskirche und die Busfahrt; das Mittagessen ist vor Ort selbst zu bezahlen.

Sonntag, 10. Oktober, 19 Uhr
HERBSTLICHE ORGELMUSIKEN
II. Konzert: Bachs Orgelchoräle und vieles mehr - gesungen und gespielt
Jugendchorensemble der Christuskirche
Orgel: Michael Dierks (Stockholm)
Eintritt: € 6,– (5,–), Kinder bis 18 Jahre frei!

Dienstag, 12. Oktober, 18 bis 20 Uhr
ORGELFÜHRUNG MIT EVA SCHAD
Herzliche Einladung an alle, die die Christuskirchenorgel
einmal aus der Nähe betrachten wollen, in das Innere der Orgel schauen wollen
und zu den Orgelpfeifen hinaufklettern möchten.
Anmeldung: Eva Schad, kreiskantorin[at]gmx.de, Tel.: 0471-200290

Sonntag, 31. Oktober, 18 Uhr
 „Streich-Einheit“
Orchesterkonzert mit dem Städtisches Orchester Delmenhorst
Samuel Barber: Adagio for strings op. 11
Astor Piazzolla: “Vier Jahreszeiten“ für Violine und Streichorchester
Edward Grieg: Holberg Suite op. 40
Violine: Vasillij Rusnak
Leitung: Adrian Rusnak
Eintritt: 10 Euro

Sonntag, 7. November, 18 Uhr
CHORKONZERT MIT DER EVANGELISCHEN STADTKANTOREI BREMERHAVEN
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem
Antonio Dvorak: Biblische Lieder
Roger Matscheizik: Vier Abendlieder (Uraufführung!)
Sopran: Anna Terterjan - Bariton: Andreas Heinemeyer
Bremerhavener Kammerorchester
Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven
Leitung: Eva Schad

Die Eintrittspreise werden noch bekannt gegeben.

Unter den im 19. Jahrhundert entstandenen Werken für Chor und Orchester nimmt „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms durch seine individuelle Gestaltung eine Sonderstellung ein. Brahms zog für den Text, den er selbst zusammenstellte, zahlreiche Bibelstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament heran. Grenzte sich Brahms einerseits durch die Benutzung des deutschen Bibelworts von den Requien des 19. Jahrhunderts ab, so schuf er andererseits durch die Auswahl der Texte eine kontemplativ ausgerichtete Vorlage, die keine Ahnlichkeiten mit dem typischen dramatischen Handlungszug eines Oratoriums zeigt. Die Vorgehensweise, Trauermusik auf der Grundlage ausgewählter Bibelstellen zu verfassen, war in der protestantischen Kirchenmusik des Barock, wie z.B. in den Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz (1636) und dem Actus tragicus von J.S. Bach historisch vorgezeichnet. So macht sich im Deutschen Requiem ein durch den Historismus geschichtlich geweitetes Bewusstsein bemerkbar. Inhaltlich ließ Brahms in seiner Textwahl alle Anspielungen auf das Jüngste Gericht, die Strafe Gottes und den Erlösungstod Jesu aus, und konzentrierte sich stattdessen auf den Gedanken der irdischen Vergänglichkeit, aber auch des Trostes und der Hoffnung.