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Förderverein der Auferstehungskirche: Interview mit Horst Cordes

Nachricht 17. Oktober 2021

 Herr Cordes, was ist der Förderverein der Auferstehungskirche?

Der Förderverein ist ein nach deutschen Recht eingetragener Verein, der vom Finanzamt als steuerbegünstigt anerkannt ist. Neben den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften ist die wesentliche Basis für das Handeln des Vereins die Satzung.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, den Förderverein zu gründen? Wie fing alles an?

Die Idee für eine Unterstützung der Auferstehungskirche ist in einer Gemeindeversammlung im Jahre 2008 entstanden. Im Haushalt wurden erhebliche Kürzungen für die Gemeindearbeit vorgegeben. Damit die Aktivitäten weitergeführt werden können, sind finanzielle Unterstützungen außerhalb des Kirchenhaushalts erforderlich. Aus der Gemeindeversammlung heraus, hat sich ein Arbeitskreis unter Leitung von Herrn Karstens gebildet, der in vielen Sitzungen die Möglichkeiten zur Unterstützung der Gemeindearbeit diskutiert hat. Da sich die Kirchengemeinde nicht in der Lage sah, mögliche Verwaltungsarbeiten zu übernehmen, wurde die Gründung eines gemeinnützigen Vereins betrieben. Nachdem der erarbeitete Satzungsentwurf vom Vereinsgericht und dem Finanzamt vorgeprüft war, fand am 16. März 2009 die Gründungsversammlung im Gemeindezentrum statt. Insgesamt waren 20 Gründungsmitglieder beteiligt.

Was war das Ziel?

Das Ziel ist in § 2 der Satzung, Absatz 1 unter „Zweck und Aufgaben des Vereins“ festgelegt: „Der Verein verfolgt kirchliche Zwecke, in dem er die evangelische kirchliche Gemeindearbeit der Auferstehungskirche selbstlos fördert. Der Verein unterstützt diese Kirche in ihrer Gesamtheit, in ihrer Vielfalt und ihrer Nachhaltigkeit.“

Der Förderverein unterstützt die Gemeindearbeit der Auferstehungskirche in vielfältiger Weise. An welche geförderten Veranstaltungen erinnern Sie sich besonders?

Ich denke da v.a. an die vielen Konzerte in der Kirche, an den Moonlight-Flohmarkt, die besonderen Gottesdienste - z.B. auch auf niederdeutsch -, an besondere Musik im Gottesdienst, die Seniorenfahrten, Konfirmandenfreizeiten und an die Gestaltung des Platzes um den Kirchturm. All das hat der Förderverein gefördert und zum Teil selbst veranstaltet.

Wie viele Mitglieder hat der Förderverein zurzeit, und wie wird man Mitglied?

Aktuell haben wir 52 Mitglieder. Mitglied kann man mit einer Beitrittserklärung werden. Als monatlicher Mindestbeitrag sind 2,00 € von der Mitgliederversammlung festgelegt.

Wie oft trifft sich der Vorstand?

Satzungsgemäß mindestens viermal im Jahr. Wir treffen uns zusätzlich bei jeder Gelegenheit, wenn es z. B. gilt Förderanträge zu prüfen und zu genehmigen. Auch gibt es einen regen Austausch per Mail bzw. telefonisch.

Für Gemeinden, die neugierig geworden sind: Was sind die ersten Schritte, wenn man einen Förderverein gründen will? Was ist besonders zu beachten?

Auf jeden Fall muss es vor der Gründung ein Votum der Gemeinde geben. In unserem Fall gab es eine Gemeindeversammlung, auf der die Gemeinde das Votum für den Förderverein ausgesprochen hat. Nach dem Votum kann der Arbeitskreis die Satzung entwerfen, die anschließend dem Finanzamt und dem Registergericht zur Vorprüfung vorgelegt wird. Dann muss zu einer Gründungsversammlung eingeladen werden, die die Satzung beschließt und den Vorstand und den Rechnungsprüfer beruft und die Mindesthöhe des monatlichen Beitrags für die Mitgliedschaft festlegt. Wer weitere Fragen zum Thema Förderverein hat, kann sich gerne direkt an mich wenden (Tel.: 0471-2900801, E-Mail: horst.cordes[at]bremerhaven.de).

Horst Cordes ist Vorsitzender des Fördervereins. Das Interview führte Malte Plath.

Bildunterschrift: Der Vorstand des Fördervereins (v.l.n.r.): Klaus-Peter Miéville (Schriftführer), Hans-Dieter Damrath (stellvertretender Vorsitzender), Horst Cordes (Vorsitzender)