Foto: Helmut Gross

Vier Kitas im Kirchenkreis Bremerhaven als „Faire-KITAS“ ausgezeichnet

Pressemitteilung 10. Dezember 2020

Pädagogische Fachkräfte entwickeln sich zu Fair-Experten

Die Kitas Marienkirche, Johannesmäuse, Vogelnest und Am Oberhamm im Ev.-luth. Kirchenkreis Bremerhaven sind mit dem Titel „Faire-KITA“ ausgezeichnet worden. Am Donnerstag, den 10. Dezember, konnte Heike Weiss, pädagogische Leiterin der Kitas im Kirchenkreis, den Leiterinnen der vier Kitas feierlich die Urkunden und Schilder überreichen. Die Kitas dürfen dafür, dass sie sich in vielfältiger Art und Weise mit dem Thema beschäftigt haben, in Fortbildungen geschult wurden und mit den Kindern interessante Projekte durchgeführt haben, nun zusätzlich zu ihrem Namen den Titel „Faire-KITA“ führen.

„Mein Anliegen ist es zu sensibilisieren, dass jede und jeder Einzelne durch bewusstes Konsumverhalten Nachhaltigkeit befördern kann und einen Beitrag zum Umweltschutz und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen leisten kann“, sagt Heike Weiss. „Globales Lernen umfasst wichtige Lernfelder. Kinder lernen Zusammenhänge erkennen sowie weltverstehen und Gerechtigkeitsempfinden zu schärfen. Respektvollen Umgang mit der Natur und die Schöpfung zu bewahren.“

Mit dem Titel „Faire-KITA“ werden Kitas dafür für 3 Jahre ausgezeichnet, dass sie Kindern und Eltern globale Phänomene wie unterschiedliche Lebensweisen und gesellschaftliche Ungleichheiten nahebringen und so Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum vermitteln.

Das Kooperationsprojekt „Kita global Bremerhaven“ starteten die Fachkräfte im Anerkennungsjahr mit der Unterstützung des Kirchenkreises, der Arbeitsstelle Religionspädagogik und dem Nord-Süd-Forum im Jahr 2018. Vor Weihnachten wurde fair gehandelter Baumschmuck kreativ gestaltet, es wurden Fortbildungen organisiert und Inhouse Schulungen zur Beratung der Teams durchgeführt. Die pädagogischen Fachkräfte waren begeistert und setzten die Bildungskoffer im Alltag ein, um Themen wie Müllvermeidung, regionale uns saisonale Ernährung, Strom und Wasser sparen, die Kinderrechte, unterschiedliche Religionen und Kulturen, Kinderarbeit und fair gehandelte Produkte, kindgerecht zu vermitteln.

Für eine Auszeichnung muss eine Kita verschiedene Kriterien erfüllen: Sie muss den Beschluss fassen, als „Faire-KITA“ ausgezeichnet werden zu wollen, ein Team aus Eltern und Mitarbeitenden bilden, das die Umsetzung der Kriterien überwacht, fair gehandelte Produkte verwenden, Fortbildungen besuchen, Projekte mit dem Schwerpunkt Fairer Handel und Globales Lernen durchführen und die Bildungsarbeit dokumentieren und darüber in der Öffentlichkeit berichten.

Das Projekt Faire-KITA ist ein Angebot des Netzwerks Faire Metropole Ruhr, getragen vom Informationszentrum 3. Welt Dortmund e.V. Es wird u.a. vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Es gibt derzeit bundesweit über 100 Kitas, die bereits mit dem Titel ausgezeichnet wurden.

Bildunterschrift: Freuen sich über die Auszeichnung „Faire-KITA“ (v.l.n.r.): Andreas Hagedorn (Arbeitsstelle Religionspädagogik), Söhnke Helms (Stadtjugenddienst), Jessica Hanke (Leitung Kita Marienkirche), Anika von Soest (Leitung Kita Johannesmäuse), Elvira Klüver (Leitung Kita Vogelnest), Kerstin Ulke (Nord-Süd-Forum Bremerhaven) und Heike Weiss (Pädagogische Leiterin der Kitas im Kirchenkreis). Es fehlen Stephanie Klotz (Regionalpromotorin beim Nord-Süd-Forum) und Catharina Sprung (Leiterin Kita Am Oberhamm). Foto: Plath