Foto: Helmut Gross

Andacht September 2011

05. September 2011

September ist auch Neuanfang

Jetzt im September gehen viele nach den Ferien oder dem Urlaub wieder mit neuem Schwung an die Arbeit. Für viele ist der September aber auch ein Neuanfang. Die Schulanfänger wurden gerade eingeschult, das neue Schuljahr beginnt. Manch einer startet mit einer Lehrstelle in das Berufsleben. Andere haben die Ferien der Kinder zu einem Umzug genutzt und beginnen nun eine neue Arbeitsstelle. In den meisten Gemeinden starten die neuen Vorkonfirmandengruppen. Jetzt ist aber auch für viele die Zeit gekommen, ein neues Hobby zu beginnen, denn nun starten viele neue Kurse.

So machen sich gerade jetzt viele frisch ans Werk. Solch eine Zeit ist voller Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Ängsten. Doch kann die Freude des Neubeginns schnell in Ernüchterung und Frustration umschlagen, wenn der Erfolg zunächst ausbleibt. Wer eine Lehrstelle beginnt, ist noch lange kein Meister und wer anfängt, ein Instrument zu spielen, spielt nicht gleich Bach oder Mozart, sondern muss sich mit Tonleitern begnügen. Viele Dinge erfordern viel Geduld und einen langen Atem. Besonders frustrierend kann es dann sein, sich immer wieder mit anderen zu vergleichen. Alle anderen sind viel besser als ich. Dann kann es schnell passieren, dass man bald wieder aufgibt, was man doch so gerne lernen und erreichen wollte. Mir hilft bei meiner Arbeit dann immer wieder ein Bibelvers, der in diesem Monat auch der Monatsspruch ist: Jesus Christus spricht: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20) Das macht mir Mut. Auch wenn Gruppen und Kreise manchmal klein beginnen, ein Anfang ist schon gemacht. Bereits wenn nur wenige zusammenkommen, Gott ist schon mitten unter uns und schon auf kleinen Erfolgen ruht bereits Gottes Segen. Schon kleine Dinge können viel erreichen. Natürlich ist es schöner, wenn 30 Leute kommen, statt 3, und es ist schöner, wenn die Dinge gleich perfekt gelingen. Doch kann gerade die Zeit, die Dinge brauchen, um zu wachsen und sich zu entwickeln, für uns eine wertvolle Zeit sein. Aus Misserfolgen lernen wir oft mehr als aus schnellen Erfolgen. Wenn Sie jetzt also mit etwas Neuem starten, dann lassen Sie sich und den Dingen Zeit, zu wachsen und zu reifen. Geben Sie nicht zu schnell auf! Dann kann Kleines zu etwas Großem werden.

Pastorin Betina Dürkop, Lukaskirche