Sonntag, den 15. März, 17.00 Uhr
Christuskirche Bremerhaven, Schillerstraße 1
CHORKONZERT DES BREMERHAVENER KAMMERCHORES
„Der Tag des Gerichts“ Oratorium von Georg Philipp Telemann
Sopran: Margaret Hunter
Altus: Matthias Dähling
Tenor: Manuel König
Bass: Luciano Lodi
Bremerhavener Kammerchor
Bremer Barockorchester
Leitung: Eva Schad
Am Sonntag, den 15. März findet um 17.00 Uhr in der Christuskirche Bremerhaven, Schillerstraße 1 das große CHORKONZERT DES BREMERHAVENER KAMMERCHORES statt.
Mit dem Oratorium „Der Tag des Gerichts“ von Georg Philipp Telemann wird ein zu Unrecht selten aufgeführtes Werk musiziert, das dramatisch und bilderreich vom bevorstehenden Weltuntergang und kontroversen Gesprächen allegorischer Gestalten erzählt.
Unter der Leitung von Kreiskantorin Eva Schad musizieren: Sopran: Margaret Hunter, Altus: Matthias Dähling, Tenor: Manuel König, Bass: Luciano Lodi, Bremerhavener Kammerchor, das auf historischen Instrumenten spielende Bremer Barockorchester
Eintritt: € 16,– bis 6,–; Vorverkauf: Tourist-Info Mitte, City-Hotel, Schillerstr. 8 sowie im Internet unter: www.kreiskantorat-bremerhaven.de/konzerte/karten
Die Vorstellungen vom bald bevorstehenden Weltuntergang, von der Apokalypse, vom Tag des Jüngsten Gerichts erfreut sich immer wieder großer Beliebtheit. Der Aufklärer Georg Philipp Telemann hat die in der Offenbarung des Johannes überlieferte christliche Erzählung vom Ende der Welt 1760 als einer der ersten Komponisten der Musikgeschichte in ein Oratorium verwandelt. Darin lässt er den Weltuntergang in einem spätbarocken Feuerwerk tatsächlich musikalisch stattfinden! Vorher aber diskutieren der Unglaube und die Vernunft, der Spötter und die Andacht, der Evangelist Johannes und Jesus höchst selbst miteinander die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses. Grandiose Musik und ein anregendes, spätbarockes Lehrstück aus der über 3000 Jahre alten Geschichte vom Ende aller Tage.
Die Entstehungszeit von Telemanns Oratorium wird in das Jahr 1761 datiert. Die Hamburger Uraufführung leitete nicht der Komponist, sondern Friedrich Hartmann Graf, dessen Bruder.
Der Textdichter, Christian Wilhelm Alers (1737–1806) bekam seine wissenschaftliche Vorbereitung am Hamburger Gymnasium und war somit Telemanns Schüler. Später wirkte er als Pastor in Rellingen und als Hauptpastor in Ütersen. Von Alers sind verschiedene Texte im Druck erschienen. Ohne Zweifel ist aber ›Der Tag des Gerichts‹ sein Hauptwerk.
Man kommt um die Feststellung nicht herum, dass es in erster Linie das Verdienst des Dichters ist, dass ›Der Tag des Gerichts‹ in der Oratorienkomposition des 18, Jahrhunderts als bemerkenswerte Erscheinung hervorragt. Die Dichtung ist frei von pietistischem Wust und zeichnet sich durch Prägnanz und frische Lebendigkeit des sprachlichen Ausdrucks aus. In der formalen Gestaltung dürfte die Verwendung des Allegorienapparates wohl weniger auffallend erscheinen, als die meisterhafte Art, wie diese Allegorien durch Vermeidung von Gemeinplätzen und durch eine überaus bilderreiche Szenerie dramatisch belebt werden.