„Anfänge im Glauben“ und ihre Bedeutung für die Arbeit der Landessynode

Pressemitteilung 10. Februar 2026

Synodale des Sprengels Stade treffen Regionalbischöfin Sabine Preuschoff

Geestland/Elbe-Weser-Raum. Zu einem Austausch über die bisherige wie auch die zukünftige Arbeit der Landessynode hatte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff die Vertreterinnen des Sprengels Stade eingeladen.
Im letzten Herbst waren ein Dutzend Frauen und Männer in das „Kirchenparlament“ der hannoverschen Landeskirche und damit in eines der Leitungsgremien der größten deutschen Landeskirche gewählt worden. Im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa trafen sie sich am Wochenende, um über die Schwerpunkte der synodalen Arbeit zu beraten. Die neue Synode tritt vom 19.-21. Februar im Henrietten-Stift in Hannover zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Ein guter Zeitpunkt also, um die Aufgaben der nächsten Legislatur, die sechs Jahre dauert, in den Blick zu nehmen.

Johanna Schröder, bisherige Synodale aus Scheeßel, stellte in einem Impulsreferat das Schwerpunktthema „Anfänge im Glauben“ vor. „Wir müssen in den nächsten zehn Jahren große Einsparungen vornehmen“, stellte sie fest. Diese Kürzungen sollten aber nicht nach dem „Rasenmäher-Prinzip“ erfolgen, sondern die verbleibenden Ressourcen vielmehr klug eingesetzt werden. „Dazu haben wir in der Synode drei inhaltliche Kriterien für die nötigen Einspar-Entscheidungen entwickelt:  Wo finden Anfänge im Glauben statt? Wo wird die Seele gestärkt? Wo wird der Sozialraum in den Blick genommen?“ Konkret ginge es darum zu prüfen, wo innovative Tauf- und Segensformate entstünden, unterschiedliche Gottesdienstangebote verwirklicht, Menschen jeden Alters mit Glaubensfragen in Berührung kämen oder auch Mitgliederkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt würden. „Wir ringen hier um eine gute Balance von nötigen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen“, so die Gemeindepastorin, die nicht wieder für die Synode kandidiert hatte.

In der Diskussion zeichnete sich ab, dass die Synodalen für schnellere Entscheidungen, schlankere Strukturen und eine Folgekosten-Abschätzung bei künftigen Gesetzgebungsverfahren eintreten. „Machen und nicht reden“, brachte es eine künftige Synodale auf den Punkt.

Zu Beginn des Treffens hatte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff (Stade) den Ton gesetzt, indem sie in ihrer Andacht für einen Blickwechsel warb. „Lasst uns nicht nur auf die Krisen schauen, die wir alle vor Augen haben. Sondern auch auf das, was wir an Schätzen hier im Elbe-Weser-Raum an gelebter Nächstenliebe und Hoffnungszeichen haben.“ Als Beispiele nannte sie die TelefonSeelsorge Elbe-Weser, die Seemannsmission und die Arbeit der Gedenkstätte Lager Sandbostel, die einer der Friedensorte der hannoverschen Landeskirche ist. „In Verkündigung und Segen wird durch Haupt- und Ehrenamtliche Hoffnung weitergegeben, Trost gespendet und für Mitmenschlichkeit eingetreten.“

Die Synodalen des Sprengels Stade kommen aus den Bereichen Ehrenamt, beruflich Mitarbeitende und ordinierte Geistliche. Namentlich sind es Maximilian Bode (Bremerhaven), Volker Böhling (Neuenkirchen), Hilke Ehlers (Stade), Friederike Einschenk (Geestland), Gabriele Furche (Stade), Dr. Martin Krarup (Buxtehude), Aaltje-Linea Lange (Fredenbeck), Petra Loomans (Anderlingen), Maren Rolink (Verden), Lennart Rübke (Visselhövede), Birgit Spörl (Ritterhude) und Markus Stamme (Selsingen). Berufen wurde in die Synode zudem Lars Decker (Wingst).

Stade, 10. Februar 2026

Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade