Andacht

Als ich Schüler war, hatte ich einen englischen Grundwortschatz: Ein Lexikon mit den wichtigsten Wörtern und Wendungen der englischen Sprache. Wenn es darum geht, was Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen und können sollen, spreche ich gern vom christlichen Grundwortschatz. Dazu zähle ich die zehn Gebote, den 23. Psalm, das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis. Unter kennen und können verstehe ich, dass sie diese vier Stücke auswendig können, also im Kopf haben. Aber sie sollen sie möglichst auch inwendig kennenlernen, also in ihr Herz lassen. Die Texte des christlichen Grundwortschatzes sind keine Vokabeln. Sie sollen keine leeren Worte bleiben, sondern wertvoll werden und im Idealfall - oder im Zweifelsfall - tragende Kraft entfalten. Die Worte sind angekommen, wenn jemand, der sie in sich trägt, merkt: Da trägt etwas mich. Wenn jemand sie zu gebrauchen weiß für sich selbst oder für einen anderen Menschen in einer Krise. Wo mir Worte fehlen oder ich nichts Passendes zu sagen weiß, aber auch nicht schweigen will, kann ich vielleicht das Vaterunser oder den Psalm anbringen. Oder einfach für den eigenen Gebrauch - täglich, immer wieder einmal.

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Berichte / Reportagen: Kirchenkreis Bremerhaven erhält Förderpreis der Landeskirche

Fünf Preisträger erhielten am Freitag, 4. Juni 2010, vor der in Hannover tagenden Landessynode die diesjährigen Förderpreise.

Zum vierten Mal innerhalb von elf Jahren wurde der inzwischen 4. Förderpreis 2009 ausgeschrieben, erstmals für den Bereich „Kommunikation und Medien“, Jahresthema der damaligen Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Ausgezeichnet wurden innovative und zukunftsweisende Projekte, die anderen Mut machen, diese Ideen aufzugreifen und zur Nachahmung anregen.

„Gottes Geist will seine Gemeinden immer wieder erneuern,“ sagte Landessuperintendent und Juryvorsitzender Dr. Hans Christian Brandy (Stade) in seiner Rede zur Preisverleihung. „Es ist ein guter und sinnvoller Umgang mit Ideen und Ressourcen, wenn wir voneinander lernen, uns mit unseren Gaben wechselseitig befruchten und so zum gemeinsamen Aufbau der Kirche beitragen. Nicht jeder muss das Rad neu erfinden.“

Erstmalig wurden in diesem Jahr ausschließlich Kooperationsprojekte prämiert, stellte Brandy fest: „Dies zeige deutlich, dass Zusammenarbeit Neues fördert. Gemeinsam sind wir stark.“

Die Urkunden überreichte der amtierende Bischofsvikar, Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen (Lüneburg).

Der erste Preis (8.000 Euro) erhielt der Kirchenkreis Bremerhaven für das Journal "Auf Kurs". 15 Gemeinden des Kirchenkreises informieren darin fünf Mal pro Jahr gemeinsam über ihre Aktivitäten und erreichen fast jeden Haushalt in der Stadt.
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Der zweite Preis (6.000 Euro) wurde an den Kirchenkreis Leine-Solling für das Projekt „Jahr der Taufe 2009“ vergeben. Ein Jahr lang standen Gottesdienste, Ausstellungen, Gemeindefeste und Gesprächskreise unter dem gemeinsamen Thema Taufe.

Den dritten Preis (jeweils 3.000 Euro) teilen sich gleichrangig zwei Preisträger.
Der Kirchenkreis Lüneburg hat in Zusammenarbeit mit der Diakonie sowie dem Trägerverein Wasserturm den Wichernadventskranz auf dem Lüneburger Wasserturm installiert. Per Anruf kann für Kinderhilfsprojekte gespendet und können die Kerzen entzündet werden.
Die Südstadt-Gemeinde in Hannover hat mit einer Laserinstallation zwischen den Kirchtürmen der zuvor selbständigen Kirchengemeinden Paulus, Nazareth und Athanasius ein unübersehbares Signal zu Beginn ihres Zusammenschlusses gesetzt.

Ein Sonderpreis des Lutherischen Verlagshauses (LVH) für ein Buchprojekt (1.500 Euro) überreichte LVH-Geschäftsführer Hans-Christof Vetter an die St. Johannes Kirchengemeinde in Lüchow. Zur Einweihung ihrer neuen Orgel hat die Gemeinde das „Lüchower Orgelbüchlein“ veröffentlicht.

Der diesjährige Preis fördert Projekte, die kirchliche Arbeit mit medialen Möglichkeiten in die Öffentlichkeit bringen, die in und mit Medien vom Glauben reden und die Kontakte nach innen und außen knüpfen und pflegen. Alle Projekte sind in den Jahren 2005 – 2009 durchgeführt worden.

Im Anschluss an die Verleihung präsentierten sich die Preisträger mit einer Ausstellung im Garten der Henriettentiftung.

Dotiert ist der Preis mit insgesamt 20.000 Euro, 69 Projekte und Initiativen hatten sich beworben und stehen nun großteils auf der von der EKD eingerichteten Seite http://www.geistreich.de .

Der Fachjury unter Vorsitz von Oberlandeskirchenrat Dr. Hans Christian Brandy (Hannover) gehörten an: Heinz Kattner (Schriftsteller und Dozent, Dahlenburg); Barbara Kotte (Professorin für Gestaltung an der HAWK FH, Hildesheim); Silvia Mustert (Pastorin, Referentin der bisherigen Landesbischöfin und Ratsvorsitzenden der EKD; Hannover); Eckhart Pohl (Hörfunkchef NDR-Landesfunkhaus Hannover); Christoph Steiner (Chefredakteur Landeszeitung, Lüneburg); Jörn Surborg (Journalist, Wolfsburg); Hans Christof Vetter, (Geschäftsführer LVH, Hannover); Ulrike Wolff-Gebhardt (ehem. Staatssekretärin und Regierungspräsidentin, Lüneburg).

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