Andacht

Als ich Schüler war, hatte ich einen englischen Grundwortschatz: Ein Lexikon mit den wichtigsten Wörtern und Wendungen der englischen Sprache. Wenn es darum geht, was Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen und können sollen, spreche ich gern vom christlichen Grundwortschatz. Dazu zähle ich die zehn Gebote, den 23. Psalm, das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis. Unter kennen und können verstehe ich, dass sie diese vier Stücke auswendig können, also im Kopf haben. Aber sie sollen sie möglichst auch inwendig kennenlernen, also in ihr Herz lassen. Die Texte des christlichen Grundwortschatzes sind keine Vokabeln. Sie sollen keine leeren Worte bleiben, sondern wertvoll werden und im Idealfall - oder im Zweifelsfall - tragende Kraft entfalten. Die Worte sind angekommen, wenn jemand, der sie in sich trägt, merkt: Da trägt etwas mich. Wenn jemand sie zu gebrauchen weiß für sich selbst oder für einen anderen Menschen in einer Krise. Wo mir Worte fehlen oder ich nichts Passendes zu sagen weiß, aber auch nicht schweigen will, kann ich vielleicht das Vaterunser oder den Psalm anbringen. Oder einfach für den eigenen Gebrauch - täglich, immer wieder einmal.

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Berichte / Reportagen: Das Christentum und andere Religionen

Unter diesem Titel findet von Januar bis April 2011 ein Seminar für Interessierte aus Bremerhaven und Umgebung statt. Pastor Götz Weber von der Kreuzkirche in Mitte wird dabei im dortigen Gemeindehaus am Bgm.-M.-Donandt-Platz referieren. Jeweils an einem Abend werden die drei größten nichtchristlichen Weltreligionen Islam, Hinduismus und Buddhismus vorgestellt. In unserer globalisierten Welt sind Grundkenntnisse der großen Religionen wichtig, um andere Kulturen und ihre Werte zu verstehen.

An einem jeweils weiteren Abend werden Islam, Hinduismus und Buddhismus in Beziehung zum christlichen Glauben gesetzt. Nach Berührungspunkten und Abgrenzungen wird gefragt. Wie stehen wir als Christen zu den anderen Religionen? Verunsichert uns die Begegnung mit ihnen, führt sie uns zu heilsamen Fragen, stärkt sie uns in der Gewissheit unseres Glaubens? An einem zusammenfassenden, abschließenden Abend werden die Fragen und Herausforderungen des Themas gebündelt. Das Judentum wird dabei wegen seiner besonderen Nähe zum Christentum und weil es oft in der Kirche Thema ist an diesen Abenden nicht behandelt. Fundierte, durch Bilder aufgelockerte Information, klärende Aufarbeitung der religiösen Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Raum fürs Gespräch unter den Teilnehmenden werden dabei das Seminar prägen. Besuche einer Moschee sowie eines hinduistischen und buddhistischen Tempels sind als zusätzliche Angebote geplant.

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