Andacht

Als ich Schüler war, hatte ich einen englischen Grundwortschatz: Ein Lexikon mit den wichtigsten Wörtern und Wendungen der englischen Sprache. Wenn es darum geht, was Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen und können sollen, spreche ich gern vom christlichen Grundwortschatz. Dazu zähle ich die zehn Gebote, den 23. Psalm, das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis. Unter kennen und können verstehe ich, dass sie diese vier Stücke auswendig können, also im Kopf haben. Aber sie sollen sie möglichst auch inwendig kennenlernen, also in ihr Herz lassen. Die Texte des christlichen Grundwortschatzes sind keine Vokabeln. Sie sollen keine leeren Worte bleiben, sondern wertvoll werden und im Idealfall - oder im Zweifelsfall - tragende Kraft entfalten. Die Worte sind angekommen, wenn jemand, der sie in sich trägt, merkt: Da trägt etwas mich. Wenn jemand sie zu gebrauchen weiß für sich selbst oder für einen anderen Menschen in einer Krise. Wo mir Worte fehlen oder ich nichts Passendes zu sagen weiß, aber auch nicht schweigen will, kann ich vielleicht das Vaterunser oder den Psalm anbringen. Oder einfach für den eigenen Gebrauch - täglich, immer wieder einmal.

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Berichte / Reportagen: Bremerhavener Spendentopf 2010

Liebe Leser,
wir haben viel vor in unserer Freizeit- und Bildungsstätte Drangstedt, wir haben begonnen und wir brauchen weiterhin Ihre Unterstützung. An einem Sommernachmittag habe ich in diesem Jahr erlebt, warum es sinnvoll ist, Drangstedt für die Kinder- und Jugendarbeit Bremerhavens zu erhalten. Ungefähr eintausend Menschen waren auf dem Gelände. In den Hütten, auf der Bühne und auf der Wiese lief das Programm der Tage im Grünen, Kinder nahmen ihre Eltern an die Hand und erzählten stolz: Guck mal… Eltern gingen mit, hörten zu. Frieden lag über der großen Wiese.

Erwachsene und Kinder, die zu Hause so oft Konflikte miteinander austragen, waren fröhlich und zufrieden zusammen. Die Jugendlichen, die mit den Diakonen zusammen das Programm verantworteten, waren konzentriert bei der Sache. Der strahlend blaue Himmel passte perfekt. Auszeit vom Alltag. Den Sommer und die Ferien spüren. In der Gemeinschaft sich wohl fühlen. Verantwortung lernen und Toleranz. Ich finde es toll, wie gut uns das in Drangstedt gelingt. Seit 46 Jahren werden die Tage im Grünen als Stadtranderholung für Bremerhavener Kinder durchgeführt. Schon lange ist es so, dass Eltern ihre Kinder nach Drangstedt schicken, weil sie selbst als Kinder dort waren oder weil sie dies von einem Freund oder einer Freundin gehört haben und es schade finden, nicht selbst als Kind teilgenommen zu haben. Wir möchten den Tagen im Grünen, den Sommerlagern und den Ausbildungen der Jugendlichen eine Zukunft geben. Die Anlage in Drangstedt muss fit gemacht werden für die Zukunft. Die Leiterzimmer und die sanitären Anlagen im Haupthaus sind renoviert. Der neue Anbau mit 30 weiteren Betten soll jetzt folgen und später dann auch ein neuer Speise- oder Aufenthaltsraum. Wir haben begonnen und haben noch vieles vor. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Sie können mit ihrem Geld dazu beitragen, auch armen Kindern den Reichtum von Glück und Frieden zu schenken. Es zählt nicht die Höhe ihrer Gabe. Auch mit vielen kleinen Spenden können wir Großes bewegen. Unterstützen Sie bitte den Bremerhavener Spendentopf 2010.
Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Susanne Wendorf-von Blumröder, Superintendentin

P.S.: Wir sammeln Geld für den Neubau in Drangstedt. Aber wie in jedem Jahr können Sie entscheiden, ob Sie mit ihrer Spende Drangstedt unterstützen wollen oder die Arbeit in unserer Partnergemeinde in Umlazi, Südafrika (vor allem den Kindergarten und die Aidshilfe) oder die Arbeit im Diakonischen Werk Bremerhaven (zum Beispiel den Aufbau der Seniorenarbeit).
Empfänger:
Ev.-luth. Kirchenkreisamt Bremerhaven Sparkasse Bremerhaven Konto-Nr. 190 96 57 BLZ 292 500 00 Verwendungszweck: Spendentopf 2010 Bitte geben Sie an, für welches unserer Projekte Ihre Spende bestimmt ist. Die Stichworte lauten „Drangstedt“, „Umlazi“ oder „Diakonisches Werk“

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