Andacht

Als ich Schüler war, hatte ich einen englischen Grundwortschatz: Ein Lexikon mit den wichtigsten Wörtern und Wendungen der englischen Sprache. Wenn es darum geht, was Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen und können sollen, spreche ich gern vom christlichen Grundwortschatz. Dazu zähle ich die zehn Gebote, den 23. Psalm, das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis. Unter kennen und können verstehe ich, dass sie diese vier Stücke auswendig können, also im Kopf haben. Aber sie sollen sie möglichst auch inwendig kennenlernen, also in ihr Herz lassen. Die Texte des christlichen Grundwortschatzes sind keine Vokabeln. Sie sollen keine leeren Worte bleiben, sondern wertvoll werden und im Idealfall - oder im Zweifelsfall - tragende Kraft entfalten. Die Worte sind angekommen, wenn jemand, der sie in sich trägt, merkt: Da trägt etwas mich. Wenn jemand sie zu gebrauchen weiß für sich selbst oder für einen anderen Menschen in einer Krise. Wo mir Worte fehlen oder ich nichts Passendes zu sagen weiß, aber auch nicht schweigen will, kann ich vielleicht das Vaterunser oder den Psalm anbringen. Oder einfach für den eigenen Gebrauch - täglich, immer wieder einmal.

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Berichte / Reportagen: Aussendungsfeier für das Friedenslicht aus Betlehem

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Das Friedenslicht aus Bethlehem wird an diesem Sonntag, dem dritten Advent, mit dem Zug in rund 30 deutsche Städte gebracht.
In Aussendungsfeiern werde es an christliche Gruppen und Gemeinden weitergereicht, teilten die evangelischen und katholischen
Pfadfinderverbände mit. Das Friedenslicht wird seit 1986 jedes Jahr in der Geburtsgrotte in Israel entzündet und mit dem Flugzeug
nach Wien gebracht. Von dort aus nehmen Pfadfinder das Licht mit dem Zug mit. Seit 1994 kommt es auch nach Deutschland.

 

Zu Weihnachten werde das Licht in vielen Häusern, Kirchen, Schulen und Krankenhäusern erstrahlen, hieß es weiter. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Licht bringt Frieden“. Das Symbol des Lichtes sei in den großen Weltreligionen mit dem Thema Frieden, Hoffnung und Toleranz verbunden, erklärten die Veranstalter. Das Licht solle Frieden für Menschen aller Religionen bringen und sie zum gemeinsamen Gespräch anregen, hieß es weiter. Das Herkunftsland des Friedenslichtes sei immer noch Schauplatz von Hass, Terror und Krieg. Deshalb appellierten die Pfadfinderverbände an die Politiker, sich für ein Ende des Nahost-Konfliktes einzusetzen.
Am dritten Advent kommt das Friedenslicht am Bahnhof Lehe an und wird von den Pfadfinder  gleich nach der Ankunft des Zuges vom Bahnhof aus in die Dionysiuskirche in der Langen Straße in Lehe getragen. In der Aussendungsfeier für das Licht aus Betlehem am 12. Dezember um 18 Uhr in der Alten Kirche gibt es das Angebot, das Friedenslicht auszubreiten in unserer Stadt. Wer das Licht mit nach Hause nehmen möchte, kann dazu eine Kerze in einer Laterne oder in einem windgeschütztem Glas mitbringen.

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